FAQ - Häufig gestellte Fragen |
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| Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zum Thema "Reisemedizin"
- inklusive der passenden Antwort. Wenn irgendetwas unklar sein sollte,
lesen Sie sich doch einfach die Fragen durch. Vielleicht ist Ihre
auch dabei? Falls Sie noch Fragen haben, die von allgemeinem Interesse sind, können Sie mir diese per eMail zusenden. Eine individuelle Beratung ist auf diesem Wege leider nicht möglich. Verantwortlich für den Inhalt ist Dr. med. Stefan Bilger, Dossenheim. Die Antworten wurden nach bestem Wissen erstellt und beruhen auf den aktuell verfügbaren Kenntnisstand (März 2003). Ein Gewähr für die Richtigkeit und eine Haftung für eventuelle Schäden ist allerdings ausgeschlossen. Bitte lassen Sie sich in jedem Fall durch einen Arzt Ihres Vertrauens beraten! |
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| Fragen zu Impfungen: 1. Welche Impfungen sind für mein Reiseland unbedingt erforderlich? 2. Wer darf nicht geimpft werden? 3. Welche Imfungen sind für Last-Minute-Reisende zu empfehlen? 4. Welche Zeitabstände sind für die Impfungen erforderlich? Fragen zu speziellen Erkrankungen: 5. Warum soll ich eigentlich in bestimmten Gewässern nicht baden? 6. Welche Insektenschutzmittel sind zu empfehlen? 7. Wie schütze ich mich vor Quallen und Gifttieren in Thailand? Fragen zu den Kosten: | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Hier die Antworten: | ||||||||||||||||||||||||||||||
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1. Welche Impfungen sind für mein Reiseland unbedingt erforderlich? |
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| 2. Wer darf nicht geimpft werden? Nur für wenige Impfungen gibt es absolute Kontraindikationen, z. B. dürfen Menschen mit Immunschwäche (HIV u. a.) keine Lebendimpfstoffe (Gelbfieber, Typhus-Schluckimpfung) erhalten. Kinder können in der Regel geimpft werden. Kleinkinder entwickeln aber häufig keinen ausreichenden Impfschutz. Daher sind Tropenreisen mit Kleinkindern nicht zu empfehlen. Auch bei älteren Menschen kann der Impferfolg eingeschränkt sein. Während Schwangerschaft und Stillzeit sind Lebendimpfungen (Gelbfieber) nur ausnahmsweise zugelassen. Andere Impfungen können aber ohne Risiko durchgeführt werden. |
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| 3. Welche Impfungen sind für Last-Minute-Reisende zu empfehlen? Auch Last-Minute-Reisende können ihren Impfschutz rechtzeitig auffrischen lassen und sollten in jedem Fall die auch in Deutschland empfohlenen Auffrischungsimpfungen gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie und Kinderlähmung (Polio) erhalten. Die Gelbfieber-Impfung, die teilweise bei der Einreise verlangt wird, kann noch bis 10 Tage vor der Abreise durchgeführt werden (wenn keine andere Lebendimpfung vorausgegangen ist und der Impfling gesund ist). Da der Schutz der Gelbfieber-Impfung 10 Jahre anhält, spricht nichts gegen eine rechtzeitige Impfung. Mit der medikamentösen Malaria-Prophylaxe kann noch am Tag vor der Abreise begonnen werden. Nicht möglich ist eine kurzfristige Impfung gegen Hepatitis B, gegen Japan-B-Enzephalitis und gegen Tollwut, da hier für einen ausreichenden Schutz mehrere Impfdosen verteilt über mehreren Wochen erforderlich sind. |
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| 4. Welche Zeitabstände sind für die Impfungen erforderlich? Die meisten Impfstoffe können gleichzeitig (am selben Tag) verabreicht werden. Allerdings müssen die Mindestabstände zwischen den einzelnen Impfdosen (z. B. bei Hepatitis B und Tollwut) eingehalten werden, weil der Organismus Zeit für die Antikörper-Bildung benötigt. Lebendimpfungen (Gelbfieber, Masern-Mumps-Röteln) können entweder am gleichen Tag zusammen oder mit einem Anstand von 4 Wochen verabreicht werden. |
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| 5. Warum soll ich eigentlich in bestimmten Gewässern nicht baden? In den Tropen und Subtropen können beim Baden in Flüssen und Seen Saugwürmer (Schistosomen) übertragen werden, die das Krankheitsbild der Bilharziose verursachen. Das Erkrankungsrisiko nimmt in den letzten Jahren rapide zu. Durch landwirtschaftliche Bewässerungsprojekte und Staudammbauten wurden neue Lebensräume für die notwendigen Zwischenwirte (Süßwasserschnecken) geschaffen. Hinzu kommt, dass bei schlechten hygienischen Verhältnissen in vielen dieser Regionen sehr sorglos mit menschlichen Ausscheidungen umgegangen wird. |
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6. Welche Insektenschutzmittel sind zu empfehlen? Der beste Schutz gegenüber Krankheiten, die von Insekten übertragen werden, ist die Expositionsprophylaxe - hochwirksam und nahezu risikofrei. Schutzmaßnahmen beginnen bereits bei der Reiseplanung (keine Reisen in Hochrisikogebiete während der Rgegenzeit) und beinhalten u.a. geeignete Kleidung, Moskitonetze und möglichst Benutzung von Klimaanlagen in Schlafräumen. Repellents sind insektenabwehrende Mittel, die auf die Haut oder Kleidung aufgetragen werden und mehrere Stunden wirken. Auf chemischer Basis haben sich DEET, Piperidin (Bayrepel® / Autan®) und Dimethyl-Phthalat bewährt. DEET ist auch im Ausland (Touristikgebieten) erhältlich. Mittel auf pflanzlicher Basis (Nelkenöl etc.) wirken unterschiedlich, sind z.T. nicht ausreichend untersucht. Insektenabtötende Mittel (Pyrethrine und Pyrethroide) sollten nur nach Vorschrift angewendet werden (wegen der reizenden Wirkung nicht auf die Haut auftragen). In Kombination mit den bereits genannten Maßnahmen erhöhen sie den Schutz, stehen aber im Verdacht, Allergien und neurologische Schäden auszulösen. |
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7. Wie schütze ich mich vor Quallen und Gifttieren in Thailand? Gefährliche Quallen in den Gewässern um die Ferieninseln Koh Phangan (650 km südlich von Bangkok) und Ko Samui haben, wie im August 2002 gemeldet, bei zwei badenden Touristen durch ihre giftigen Stiche tödliche Verletzungen verursacht. Wissenschaftler nehmen an, dass durch Hautkontakt mit dieser Quallenart nicht nur unangenehme Hautreaktionen, sondern auch lebensbedrohliche Atem- und Herzbeschwerden hervorgerufen werden können. Die sogenannte "Quallensaison" findet in den Monaten November bis März, in küstennahen Gebieten der südlichen Provinzen Thailands, statt. Badegästen, Schnorchlern und Tauchern (v.a. Nachttauchern) wird empfohlen jeglichen Hautkontakt mit Quallen zu vermeiden. Kommt es zum Kontakt, kann als Erste-Hilfe-Maßnahme Essig (aus Deutschland mitbringen, der thailändische ist zu schwach!) oder Auftragen von Rasierschaum (dazu Artikel im Deutschen Ärzteblatt) die Hautbeschwerden abschwächen. In jedem Fall sollte umgehend medizinische Hilfe aufgesucht werden. Weitere Informationen zu Gifttieren in Thailand erhalten Sie im Magazin HALLO oder bei den ausführlichen Gesundheitsinformationen für Khao Lak. |
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8. Wer übernimmt die Kosten für die reisemedizinische Beratung? Die reisemedizinische Beratung kann nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Bei berufsbedingten Reisen erstattet der Arbeitgeber die Kosten. In allen anderen Fällen muß der Arzt auf Grundlage der geltenden privatärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) die ärztlichen Leistungen in Rechung stellen. Hinzukommen die Kosten für Impfstoffe und Medikamente. Die Kosten für Impfungen, die auch im Inland empfohlen werden, werden auch bei Auslandsreisen nach den regionalen Impfvereinbarungen zumeist von den Krankenkassen übernommen. |
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| 9. Was kosten die einzelnen Impfungen? Da die Apothekenpreise herstellerbedingt unterschiedlich sind und kurzfristigen Veränderungen unterliegen könne, können die folgenden Angaben nur Orientierungswerte sein:
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