Dr. med. Martin
Jansen
69115 Heidelberg, den 8. Mai
2002
Arzt für Haut-
und Geschlechtskrankheiten
Bismarckstr. 5 (Marienhaus)
-Allergologie,
Umweltmedizin-
Tel.: 06221/22412 Fax.
169304
Protokoll
QZ-Umweltmedizin Rhein-Neckar
Sitzung vom 11.04.2002 in Mannheim
Anwesenheit: Dr. Bär, Allgemeinärztin, Dr. Beumer, Gynäkologe, Dr. Bilger, Allgemeinarzt, Dr. Danzer, Hautarzt, Dr. Eicher, Allgemeinärztin, Dr. Eitner, Allgemeinarzt, Dr. Fuchs, Laborärztin, Dr. Henning, Gynäkologe, Herkert, Allgemeinarzt, Dr. Jansen, Hautarzt, Dr. Mayer, Internist, Dr. Musselmann, Allgemeinarzt, Dr. Thomalla, Allgemeinärztin, Dr. Zaloumis, Gynäkologe, zwei Gäste (Elektrophysiker?) (entschuldigt: Prof. Zenger)
Falldarstellung:
Pat. mit multiplen u.a. allergischen
Bescherden und prurig. Ekzem, stat. in Umweltklinik Neuenkirchen; u.a.
Abschlußbericht: Alkohole erhöht, möglicherweise bedingt durch Fehlverdauung und
Gärung im Darm
Thema:
Elektrosmog
Vortrag Fr. Dr.
Fuchs
Frage der Definition:
-
Elektrosensibilität erhöht (z.B.
Wünschelrutengänger)
-
Elektromagnetisches
Spektrum
-Stichwort 10 kHz - 30 GigaHz
-Haushaltsgeräte 10 kHz
Handy: digitalen Technik; Problem durch
Pulsung; nicht nur thermische Effekte
Studie
T-Mobil:
-
krebsfördernde Wirkung
-
gentox. Schädigung in
Zellkulturen
-
Proteinsynthesestörung
in Zellkulturen
-
neurochemische
Störungen => Lernvermögen vermindert und kognitive Störungen,
Bluthirnschranke gestört
-
Störung
im Immunsystem
-
thermische
Effekte können ausgeschlossen werden
Bundesgesundheitsblatt
6/98:
-
Leukämierate
erhöht bei Hochspannung
-
Brustkrebsrate
-
Alzheimerentstehung,
Spinalerkrankung
Empfehlungen:
-
Es
wird ein Faltblatt f. Jugendliche vorgestellt; jugendliche Gruppe besonders
betroffen, da schon früh Schäden durch Handys
-
Zuhause
kontinuierlich gepulsten hohen Freq. ausgesetzt durch
DETC-Technik
-
Spezielle
Filter sollten entwickelt und eingebaut werden
-
Basisstationen
(von schnurlosen Telefonen sendet regelmäßig) nicht in der Nähe von Kindern
aufstellen
Diskussion:
-
Wo
beginnt der Schwellenwert
-
Frage
nach additiven Effekten
-
Problem:
Abstand und Dauer der Exposition
-
Wechselwirkung
von Strahlung und anderen tox. Substanzen
-
Überlagerung
von verschiedenen Wellen
-
Fallkurzdarstellung:
Pat. mit Glioblastom, hat früher mit Handy telefoniert (Zusammenhang wurde von
Uni Mainz gesehen)
-
Mobilfunk:
Hauptstrahl sei entscheidend
-
Kollege:
Unwohlsein durch Funkgeräte
-
Frage
nach Fertilitätsstörung und Handy
-
Störung
durch Handy und Spirale (Antenne?)
-
DTEC-Telefon:
bei Umweltpat. Trat Besserung auf, wenn Anlage abgestellt
wurde
-
Sekunden-Impuls
bei Uhren stellen mögliche Störung durch Magnetfelder
dar
-
Großes
Problem: wie können Effekte nach Elektrosmogsanierung verifiziert
werden
-
„Messsachverständige“:
erst Messung, dann ggf. Freischalter durch den ggf. Nachtstrom abgeschaltet
wird, wenn kein Strom benötigt wird
-
Problem
der Abschirmung von elektromagnetischen Feldern
-
Gr.
Problem: es gibt keine seriöse Studie über die Auswirkung von
elektromagnetischen Wellen auch nach Sanierung
-
Frage
nach Wertigkeit von Tier- und Zellexperimenten (Hühner legen keine Eier mehr,
Kühe geben weniger Milch etc.)
Nächste
Sitzung:
-
Maßnahmen
bei Elektrosmog
-
Fallsammlung
-
Ergänzung
der Umweltanamnese (AOK)
-
Aufstellung
eines Forderungskataloges Þ
Öffentlichkeitsarbeit
- Donnerstag 13. Juni, gleicher Ort, gleiche Zeit, gleiche Anwesende?