Protokoll Qualitätszirkel Umweltmedizin Rhein-Neckar

Sitzung vom 28.1.1999 in Mannheim

Offensichtlich litten alle Terminplaner des neuen Jahres an akuter Amnesie oder ein neuerliches Aufflackern der Grippewelle hielt die KollegInnen in ihren Praxen fest: mit einer so geringen Zahl von 4 TeilnehmerInnen hatte der QZ jedenfalls noch nie getagt (immerhin hatten sich einige Kollegen ausdrücklich entschuldigt; andere waren nach ihrer Ankündigung, dieses Mal unbedingt oder wenigstens später kommen zu wollen, wenigstens virtuell anwesend). Dem direkten Erfahrungsaustausch kam die kleine Teilnehmerzahl zugute. Einige Abschweifungen, u. a. zur Infektiologie (Borelliose), brachten den Zeitplan nicht in Gefahr.

Einige der angesprochenen Punkte dürften jedoch für alle Mitglieder von Interesse sein:

1. Die Umfrage zur Umweltmedizin im Praxisalltag: hier sind bisher 20 Fragebögen eingetroffen; die Auswertung wird ab Mitte Februar durchgeführt werden.

2. Die Patienteninformation kann durch die Firma Merck-Dura gedruckt werden. Benötigt werden lediglich die gewünschten Angaben zur Praxis und die Zahl der gewünschten Exemplare (individuelle Textänderungen sind möglich; Textvorlage im Internet oder auf Wunsch per Fax).

3. MCS-Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes: dieses ist auf vorwiegend kritische bis ablehnende Resonanz durch die Betroffenengruppen und umweltmedizinische Verbände gestoßen (vgl. u. a. die Stellungnahme von Dr. Müller aus Isny). Zu besprechen wäre, inwieweit wir uns an dieser Debatte beteiligen (oder sie auch nur verfolgen) wollen. Einige Links dazu werde ich im Internet einrichten.

4. Weitere angesprochene Themen: Für einen der Fortbildungsabende der Ärzteschaft soll ein umweltmedizinisches Thema vorgeschlagen werden. Die Vereinsgründung wird von Manfred Mayer weiter vorangetrieben. Fallbericht von einen "Palladium"-Patienten, der infolge seiner Nikotin- und Alkohol-Sucht an einem Brochial-Ca. verstorben ist (Komplexität der Noxen und Selektivität der Wahrnehmung). Aphoristisches über so grundsätzliche Fragen wie umweltbedingte Schäden bei großen Kollektiven, den schizophrenen Bodensatz der Bevölkerung, Verbrecher und Genies.

Wichtig: unbedingt den nächsten Termin (25. März 1999) notieren!

Protokoll: Stefan Bilger